Die Plantarfasziitis ist eine der Hauptursachen für Fersenschmerzen und eine der häufigsten orthopädischen Beschwerden. Es handelt sich um eine Entzündung der Plantarfaszie – der sehnenartigen Struktur, die das Fußgewölbe bildet – an ihrem Ansatz am Fersenbein.
Wie entsteht eine Plantarfasziitis?
Die Plantarfaszie stützt das Fußgewölbe, dämpft Stöße, umhüllt die Sohlenmuskeln und unterstützt das Gehen. Jahrelange Überlastung führt zu ihrer Entzündung. Auslöser sind langes Gehen auf hartem Boden, Langstreckenlauf, langes Stehen sowie barfuß Laufen oder Gehen. Weitere Ursachen sind übermäßige Pronation, Hohlfuß, verkürzte Wadenmuskulatur, falsche Schuhe, belastende Berufe (Soldaten, Profisportler) und Übergewicht. Übergewicht erhöht den Druck auf die Faszie und damit das Risiko – daher tritt sie häufig in den letzten Schwangerschaftsmonaten auf.
Welche Beschwerden treten auf?
Fersenschmerzen treten meist morgens bei den ersten Schritten auf, ebenso nach längerer Ruhe beim Aufstehen. Nach einer Weile – wenn der Fuß „warm“ ist – lassen sie allmählich nach. Es entsteht ein dumpfer Schmerz unter der Ferse, manchmal Brennen und Ziehen. Mit der Zeit können die Beschwerden zunehmen. Ein oder beide Füße können betroffen sein.
Wie wird sie behandelt?
Für eine erfolgreiche Behandlung muss sie von anderen Ursachen von Fersenschmerzen abgegrenzt werden: Fersenpolstersyndrom, Tarsaltunnelsyndrom, Baxter-Neuropathie (Einklemmung des N. calcaneus inferior, des ersten Astes des N. plantaris lateralis) und Achillessehnenentzündung. Ohne richtige Diagnose verschwinden die Schmerzen trotz Behandlung nicht.
Zunächst wird konservativ behandelt: Schuhe oder Einlagen mit weicher Sohle und Gewölbestütze; nicht barfuß gehen und lange Belastungen meiden. Dehnübungen zu Hause, Medikamente und Kühlung lindern Schmerz und Entzündung. Bei hartnäckiger Plantarfasziitis kommen verschiedene Eingriffe in Frage:
- ESWT (extrakorporale Stoßwellentherapie)
- Radiofrequenzablation: In örtlicher Betäubung wird die Faszie gelöst oder der schmerzleitende Nerv verödet.
- Offene Plantarfasziotomie: bei Versagen anderer Therapien, aber selten nötig; Erfolgsrate etwa 70–80 %.

ESWT (Stoßwellentherapie)


Kortisoninjektion

Radiofrequenzablation
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