Die Achillessehne ist ein kräftiger Faserstrang, der die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein verbindet. Sie trägt unser gesamtes Körpergewicht und ist die stärkste Sehne des Körpers. Sie ermöglicht, den Fuß nach unten zu drücken und sich auf die Zehenspitzen zu stellen.

Achillessehnenverletzungen entstehen durch Überlastung bei Sportarten mit Laufen, Springen und plötzlichem Starten und Stoppen (Fußball, Basketball, Tennis usw.), manchmal reißt die Sehne aber auch ohne Belastung. Sie kann vollständig oder teilweise reißen.
Welche Anzeichen hat ein Achillessehnenriss?
Er tritt am häufigsten zwischen 30 und 40 Jahren auf und bei Männern fünfmal häufiger als bei Frauen. Die meisten spüren einen Schlag wie einen Tritt in die Wade, Schmerzen, Schwellung an der Ferse, Schwierigkeiten beim Abstoßen und Hinken. Beim Riss kann ein „Knall“ zu hören sein.
Wie entsteht er?
Meist reißt die Sehne etwa 3–4 cm oberhalb ihres Ansatzes am Fersenbein. Dieser Abschnitt ist schlecht durchblutet und die schwache, rissanfällige Stelle. Ursache ist meist eine plötzliche Belastungsspitze beim Sport.
Risikofaktoren
- männliches Geschlecht
- höheres Alter
- Fluorchinolon-Antibiotika
- Übergewicht
- Kortisoninjektionen
- Gefäßerkrankungen
- Diabetes
- Rauchen
Wie wird er behandelt?
Die Diagnose erfolgt durch die klinische Untersuchung; Ort und Ausmaß des Risses zeigen Ultraschall und MRT.
Es gibt operative und konservative Behandlungen.
Konservativ wird mit Gips oder Orthese behandelt – bei Teilriss, wenn der Patient keine Operation möchte oder nicht operiert werden kann, und bei wenig aktiven Patienten. Ein Gips innerhalb der ersten 48 Stunden ist so erfolgreich wie die Operation; nach mehr als zehn Tagen Verzögerung steigt das Risiko eines erneuten Risses.
Operiert wird bevorzugt bei jungen, sportlich aktiven Menschen und bei Wunsch nach schneller Genesung.
Die Sehne kann offen, geschlossen oder minimal-offen genäht werden. Je nach Technik variieren Gips- bzw. Orthesendauer und Belastungsbeginn.

Achillessehnennaht in geschlossener Technik, ohne Eröffnung der Rissstelle
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine Untersuchung und Diagnose.