Es handelt sich um eine Erkrankung durch Überlastung und Entzündung der Daumensehnen in ihrem Sehnenfach auf Höhe des Handgelenks. Sie äußert sich durch Handgelenkschmerzen und ist nach dem Schweizer Chirurgen Fritz de Quervain benannt. Schmerzen treten vor allem beim Faustschluss, Greifen und Halten von Gegenständen auf.

Wie entsteht sie? Wer ist häufiger betroffen?
Meist betroffen sind Frauen mittleren Alters (40–50). Nach belastenden, wiederholten Bewegungen führt die Entzündung zu Schwellung und Verdickung um die Sehne, Daumenbewegungen werden schwierig und schmerzhaft. Besonders bei jungen Müttern begünstigen die Handhaltung beim Tragen des Babys und hormonelle Schwankungen in Schwangerschaft und Stillzeit die Erkrankung. Auch frühere Handgelenkbrüche, Verletzungen, ungewohntes Krafttraining und rheumatische Erkrankungen wie die rheumatoide Arthritis können sie auslösen. Oft lässt sich die genaue Ursache jedoch nicht feststellen.
Welche Anzeichen gibt es?
Typisch sind Schmerzen, Druckempfindlichkeit und Schwellung an der Daumenseite des Handgelenks, oft ausstrahlend zum Daumen und zum Unterarm. Sie nehmen bei kräftigem Greifen mit dem Daumen, Drehen des Handgelenks oder Anheben des Daumens gegen Widerstand zu. Besonders stark schmerzt es, wenn der Daumen in die Faust genommen und das Handgelenk Richtung Kleinfinger gebeugt wird.
Wie wird sie behandelt?
Anfangs werden für etwa 3 Wochen Schienen getragen, die schmerzhafte Daumenbewegungen verhindern, dazu Schmerz- und Entzündungshemmer. Lokale Kortison- oder andere Injektionen sind möglich. Spricht die Erkrankung nicht an, bringt eine Operation in örtlicher Betäubung endgültige und sehr gute Ergebnisse: Das einengende Sehnenfach wird gespalten, die Sehnen gleiten wieder frei und die Schmerzen verschwinden.


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