Die Kalkschulter ist eine der schmerzhaftesten Schultererkrankungen und verursacht unerträgliche Schmerzen. Sie ist durch Kalkablagerungen in den Sehnen der Rotatorenmanschette gekennzeichnet. Die genaue Ursache ist unbekannt. Sie tritt häufiger zwischen 40 und 60 Jahren auf, besonders bei Frauen. Diabetes erhöht bekanntermaßen die Neigung; weitere wesentliche Risikofaktoren sind nicht bekannt.
Welche Anzeichen hat die Kalkschulter?
Hauptbeschwerde sind starke Schmerzen. In der akuten (frühen) Phase klagen Patienten vor allem nachts über heftige Schulterschmerzen. Das seitliche Anheben des Arms oder jede Bewegung ist sehr schmerzhaft. Der Arm wird meist ruhig und eng am Körper gehalten. Diese Phase dauert durchschnittlich zwei Wochen. In der chronischen Phase führen anhaltende Schmerzen und Schonung zu einer Schwächung der Schultermuskulatur.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Der Nachweis des Kalkdepots im Röntgenbild genügt; MRT und Ultraschall können zur Beurteilung der Sehne angefordert werden.
Wie wird die Kalkschulter behandelt?
In der akuten Phase steht die Schmerzlinderung im Vordergrund. Die Schulter wird in einer Armschlinge geschont; Schmerzmittel und Kühlung werden empfohlen. Nach Abklingen der Schmerzen beginnt die Physiotherapie. Eine ESWT (Stoßwellentherapie) kann eingesetzt werden.
Bei fehlendem Erfolg kann das Kalkdepot unter Ultraschall- oder Röntgenkontrolle durch Nadelung (Needling) zerkleinert werden.
Hilft auch das nicht oder besteht zusätzlich ein Sehnenriss, wird das Kalkdepot offen oder arthroskopisch entfernt.
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine Untersuchung und Diagnose.