
Wann beginnt das normale Gehen bei Kindern und wie entwickelt es sich?
Gehen ist die Vorwärtsbewegung, bei der die Füße in bestimmter Reihenfolge und regelmäßigen Abständen angehoben und wieder aufgesetzt werden. Eine der Fragen, die Eltern am meisten beschäftigt, ist, wann ihr Baby laufen wird.
Zum Gehen müssen sich neben Knochen und Muskeln der Beine auch Gehirn und Nervensystem entwickeln. Eltern, die ungeduldig darauf warten, dass ihr Kind auf sie zuläuft, müssen im Schnitt 12–18 Monate warten, denn vorher durchlaufen Kinder meist die Vorbereitungsphase des Krabbelns. Diese ist sehr unterschiedlich: Manche krabbeln mit 6–9 Monaten, andere nie. All das ist normal.
Das freie Laufen kann sich bis zum 18. Monat hinziehen; das ist individuell verschieden und hängt auch vom Verhalten der Familie ab. Läuft ein Kind nach 18 Monaten noch nicht oder hinkt es vom ersten Schritt an, ist das ein Warnzeichen.
Kinder, die gerade laufen lernen, gehen breitbeinig, um das Gleichgewicht zu halten. Später folgt ein schneller Zehenspitzengang. Wird in dieser Zeit eine zu hoch eingestellte Lauflernhilfe benutzt, kann der Übergang zum Sohlengang lange dauern. Bei anhaltendem Zehenspitzengang sollte ein Arzt aufgesucht werden, um andere Erkrankungen nicht zu übersehen. Dabei ist zu bedenken, dass diese Phasen bei jedem Kind unterschiedlich verlaufen.
Wann sollte ich mit meinem hinkenden Kind zum Arzt?
Hinkt ein Kind, sollte es möglichst bald einem Arzt vorgestellt werden. Meist steckt jedoch eine kleine Verletzung, ein Sturz oder Stoß dahinter, und es heilt von selbst. Hält es länger als eine Woche an und bessert sich nicht, muss unbedingt ein Orthopäde aufgesucht werden. Häufigste Ursachen sind Muskelverletzungen oder Brüche nach Unfällen. Darüber hinaus muss bei der Ursachensuche das Alter berücksichtigt werden, da manche Krankheiten in bestimmten Altersstufen häufiger sind. Die Ursachen lassen sich nach Alter wie folgt einteilen:Ursachen des Hinkens nach Alter
| 1–3 Jahre | 4–10 Jahre | 11–16 Jahre | |
| Infektion/Entzündungsreaktion | Septische Arthritis | Septische Arthritis | Septische Arthritis |
| Osteomyelitis | Osteomyelitis | ||
| Hüftschnupfen (transiente Synovitis) | Hüftschnupfen (transiente Synovitis) | ||
| Meningitis | Diszitis | ||
| Orthopädisch/mechanisch | Brüche (Kindesmisshandlung) | Knochenbrüche | Brüche (Ermüdungsbrüche, Überlastungssyndrom) |
| Osteochondrosen | Osteochondrosen (z. B. Morbus Perthes, Morbus Sever) | Osteochondrosen (z. B. Morbus Osgood-Schlatter) | |
| Verstauchungen und Zerrungen | Verstauchungen und Zerrungen | Verstauchungen und Zerrungen | |
| Fremdkörper im Fuß | Fremdkörper im Fuß | ||
| Beinlängendifferenz | Epiphyseolysis capitis femoris | ||
| Hüftdysplasie/-luxation | Chondromalacia patellae | ||
| Osteochondrosis dissecans | |||
| Tumoren | Neuroblastom | Osteosarkom | Osteosarkom |
| Leukämie (ALL) | Ewing-Sarkom | Ewing-Sarkom | |
| Osteochondrom | Osteochondrom | Osteochondrom | |
| Osteoidosteom | Osteoidosteom | ||
| Neuromuskulär | Hereditäre motorisch-sensible Neuropathien (z. B. Charcot-Marie-Tooth) | ||
| Myositis | |||
| Periphere Neuropathie | |||
| Muskeldystrophien | |||
| Sympathische Reflexdystrophie | |||
| Rheumatologisch | Juvenile idiopathische Arthritis | Juvenile idiopathische Arthritis | |
| Purpura Schönlein-Henoch | Purpura Schönlein-Henoch | ||
| Gicht/Pseudogicht | Gicht/Pseudogicht | Gicht/Pseudogicht | |
| SLE (Lupus) | SLE (Lupus) | ||
| Serumkrankheit & serumkrankheitsähnliche Reaktion | Rheumatisches Fieber | Rheumatisches Fieber | |
| Hämatologisch | Sichelzellkrise | ||
| Gelenkblutung bei Hämophilie | |||
| Ursachen im Bauchraum | Blinddarmentzündung | Blinddarmentzündung | Blinddarmentzündung |
| Psoasabszess | Psoasabszess | Psoasabszess | |
| Hodentorsion | |||
| PID (Beckenentzündung) |
Um die Ursache zu finden, fragt der Arzt nach Schwangerschaft, Geburt und Erkrankungen des Kindes seit der Geburt. Auch die Familie spielt eine wichtige Rolle: Sie sollte über Allgemeinzustand, Gewichtsverlust, Fieber und kürzliche Infekte berichten, Gangbild, Schlafverhalten und druckempfindliche Stellen beobachten und dem Arzt mitteilen. Angaben zu Beginn und Verlauf des Hinkens, Unfällen und möglichen Ursachen helfen dem Arzt, die richtige Diagnose zu stellen.
Ursachen für Hinken bei Kindern von 1–3 Jahren
Bei schmerzhaftem Hinken verändert das Kind seinen Gang, um den Schmerz zu lindern: Es belastet das schmerzende Bein mit schnellen, weichen Schritten nur kurz und steht länger auf dem gesunden Bein. Man spricht vom „Schonhinken“. Bei Infektionen von Bandscheiben und Wirbeln der Lendenwirbelsäule geht das Kind sehr langsam und vorsichtig oder will gar nicht laufen.
Häufigste Ursachen schmerzhaften Hinkens mit 1–3 Jahren: Fremdkörper im Fuß, Verstauchung des Sprunggelenks, Quetschverletzungen, nicht verschobene Brüche am oberen Schienbein und Sprunggelenk, eingewachsener Nagel, Hüftschnupfen (transiente Synovitis), septische Arthritis und Osteomyelitis.
Gibt es Hinweise auf eine Verletzung und eine umschriebene Druckempfindlichkeit, wird zunächst geröntgt, um Bruch oder Haarriss festzustellen.
Ohne Verletzungshinweis ist zuerst zu klären, ob eine Infektion die Ursache ist. Da diese Erkrankungen anfangs gleiche Zeichen zeigen, lassen sie sich klinisch nicht unterscheiden. Wichtig ist, dass noch keine Antibiotika gegeben wurden. Verlaufsbeobachtung, Laboruntersuchungen und Bildgebung helfen bei der Abgrenzung.
Septische Arthritis (bakterielle Gelenkentzündung):
Die septische Arthritis ist ein orthopädischer Notfall. Bakterien gelangen über das Blut, selten direkt über die Haut, ins Gelenk, vermehren sich dort und schädigen es rasch.
Meist hat das Kind hohes Fieber, starke Gelenkschmerzen und ist unruhig. Es liegt auf dem Rücken, hält das betroffene Bein gebeugt und bewegt es nicht. Zunächst wird die Vorgeschichte bei den Eltern erfragt (Unfall, begleitende Infektion). Im Blut sind CRP, Blutsenkung und Leukozyten deutlich erhöht. Der Beginn kann jedoch einem Hüftschnupfen ähneln, daher ist Vorsicht geboten. Im Zweifel wird Gelenkflüssigkeit punktiert: Bei septischer Arthritis liegen die Leukozyten bei 80.000–200.000, davon über 75 % Granulozyten; der Bakteriennachweis sichert die Diagnose. Sofortiges operatives Eröffnen und Spülen des Gelenks verhindert bleibende Schäden; zusätzlich werden Antibiotika gegeben.
Osteomyelitis (Knochenentzündung):
Sie entsteht, wenn Bakterien in den Knochen gelangen. Besonders bei 1–3-Jährigen zeigt sie sich durch örtliche Schmerzen, Schwellung und Schonung des Beins (Pseudolähmung). Bei Jugendlichen verläuft sie oft stiller. Ohne frühe Diagnose und Behandlung kann sie bleibende Schäden hinterlassen.
Hüftschnupfen (transiente bzw. toxische Synovitis)
Er kann auch mit 1–3 Jahren auftreten, ist zwischen 3 und 8 Jahren aber häufiger als die septische Arthritis. Eine eindeutige Ursache gibt es nicht, oft sind Viren beteiligt. Er beginnt plötzlich, häufig nach einem Atemwegsinfekt in den 2 Wochen davor. Es bestehen Hinken und eingeschränkte Gelenkbeweglichkeit, je nach Schwere bis hin zur Gehunfähigkeit. Fieber über 38 °C ist selten.
Er wird oft mit der septischen Arthritis verwechselt. Während der Hüftschnupfen folgenlos ausheilt, kann die septische Arthritis bleibende Schäden verursachen – deshalb ist die Abgrenzung zwingend. Niedriges Fieber, fehlende Allgemeinerkrankung, fast normale Laborwerte, unauffälliges Röntgen und allmähliches Abklingen sprechen für den Hüftschnupfen. Im Zweifel wird Gelenkflüssigkeit untersucht; Leukozytenzahl und Granulozytenanteil sind deutlich niedriger als bei septischer Arthritis.
Behandelt wird mit nicht-steroidalen entzündungshemmenden Schmerzsäften und täglicher Kontrolle. Bettruhe beschleunigt die Besserung; meist ist alles nach 7–10 Tagen vorbei.
Diszitis
Sie betrifft meist Kinder zwischen 6 Monaten und 4 Jahren. Es handelt sich um eine Entzündung der Bandscheiben, am häufigsten L3–L4. Durch Rücken- und Kreuzschmerzen stört sie das Gehen. Aufgefordert, sich nach vorn zu beugen, hält das Kind den Rücken gerade und beugt die Knie. Meist wirkt es nicht krank, die Blutsenkung ist aber oft erhöht. Frühe Röntgenbilder sind oft unauffällig; Szintigraphie oder MRT können nötig sein. Behandelt wird mit Antibiotika.
Juvenile rheumatoide Arthritis
Eine der wichtigsten Ursachen chronischer Bewegungseinschränkung bei Kindern ist die juvenile rheumatoide Arthritis (JRA), eine der häufigsten rheumatischen Erkrankungen im Kindesalter. Sie ist eine langwierige Gelenkentzündung und betrifft 15–20 von 100.000 Kindern. Da sie sehr unterschiedlich verläuft, ist die Diagnose schwierig, und sie wird oft verwechselt. Typischerweise verursacht sie um das 2. Lebensjahr leichtes Hinken, betrifft Mädchen 4-mal häufiger und vor allem Sprung- und Kniegelenk. Die Gelenke sind geschwollen und gerötet.
Anfangs können Leukozyten, Blutsenkung und Rheumafaktor normal sein, später steigen sie an. Zur Behandlung wird das Kind an einen Kinderrheumatologen überwiesen.
Neuromuskuläre Erkrankungen:
Ist der Gang auffällig oder läuft das Kind nach 18 Monaten noch nicht, ist an eine neurologische Erkrankung zu denken. Erfragt werden Erkrankungen und Unfälle in der Schwangerschaft, die Entwicklung im Mutterleib, Geburtsprobleme und die Entwicklung danach. Häufigste neuromuskuläre Erkrankung ist die leichte Zerebralparese (spastisches Kind).
In der Vorgeschichte finden sich oft Frühgeburt, schwere Geburt, niedriges Geburtsgewicht, Brutkasten, Gelbsucht oder Infektionen nach der Geburt. Ursache ist eine Schädigung der muskelsteuernden Hirnrinde durch Sauerstoffmangel bei der Geburt. Die Zeichen hängen von Ort und Ausmaß ab und fallen meist im Säuglings- oder spätestens Vorschulalter auf: erhöhter Muskeltonus (v. a. Wadenmuskulatur), abnorme Reflexe, Fehlhaltung, unwillkürliche Bewegungen, unsicherer Gang und zunehmendes Hinken beim Rennen. Bei laufenden Kindern wird die Diagnose meist klinisch gestellt.
Hüftdysplasie (angeborene Hüftluxation)
Hier ist das Verhältnis von Hüftkopf und Hüftpfanne unterschiedlich stark gestört. Früher „angeborene Hüftluxation“ genannt, kann sie ohne frühe Erkennung und Behandlung zu bleibenden Schäden führen. Bei schmerzlosem Hinken eines Kindes im Laufalter muss unbedingt daran gedacht werden. Typisch sind leichte Schmerzen und zunehmendes Hinken nach längerer Belastung. Die Diagnose wird per Röntgen gestellt. Beim laufenden Kind ist eine Operation zur Einstellung der Hüfte oder Verbesserung des Pfannendachs nötig.
Bösartige Erkrankungen / akute lymphatische Leukämie (ALL)
Die ALL ist eine bösartige Erkrankung des blutbildenden Systems. Sie entsteht im Knochenmark und zeigt sich meist durch eine Überproduktion unreifer weißer Blutkörperchen. Die akute Leukämie ist die häufigste Krebsart bei Kindern unter 16, mit Gipfel zwischen 2 und 5 Jahren, häufiger bei Jungen. In einer Studie hinkten 12 % der Kinder mit Leukämie. Allgemeine Zeichen sind Blässe, hohes Fieber, Hautflecken und Blutungen. Im Blut finden sich Anämie, erhöhte oder erniedrigte Leukozyten und eine hohe Blutsenkung – schwer von einer Infektion zu unterscheiden. Im Zweifel muss ein Kinderhämatologe hinzugezogen werden. Bei länger anhaltendem Hinken in diesem Alter ist an eine Leukämie zu denken.
Ursachen für Hinken bei Kindern von 4–10 Jahren
In diesem Alter ist die Diagnose leichter, da man mit dem Kind sprechen kann und es bereits ein erwachsenes Gangbild hat.
Hüftschnupfen
Häufigste Ursache für Hinken bei 3–8-Jährigen. Abzugrenzen sind die septische Arthritis und das Frühstadium des Morbus Perthes.
Morbus Legg-Calvé-Perthes
Er entsteht nach vorübergehender Unterbrechung der Durchblutung des Hüftkopfes, wodurch Teile oder der ganze Hüftkopf absterben (Nekrose). Der Körper baut den abgestorbenen Knochen ab und neuen auf; dabei wird der Knochen weich, es kommt zu Einbrüchen, und der Kopf kann sich verformen und aus der Pfanne treten. Ziel der Behandlung ist, den Kopf in der Pfanne zu halten, damit er rund ausheilt.
Die Erkrankung tritt meist zwischen 4 und 10 Jahren auf; je früher, desto besser die Prognose. Anfangs besteht schmerzloses Hinken, später kommen Schmerzen und zunehmende Bewegungseinschränkung hinzu. Zu Beginn ist das Röntgenbild normal, daher muss der Hüftschnupfen abgegrenzt werden. Szintigraphie und MRT zeigen Veränderungen früher. Wichtigstes Ziel der frühen Behandlung ist der Erhalt der Beweglichkeit; in schmerzhaften Phasen Schonung und Entzündungshemmer, später Operationen am Hüftkopf. Der Verlauf dauert 2–2,5 Jahre.
Scheibenmeniskus
Eine seltene angeborene Variante, bei der der Meniskus nicht C-förmig, sondern halbmond- oder scheibenförmig ist. Er ist verletzungsanfälliger und betrifft meist den Außenmeniskus. Manche haben nie Beschwerden, meist besteht in der Kindheit aber ein Unbehagen mit Klickgeräusch im Knie, das bei Belastung zunimmt. Meist zwischen 3 und 12 Jahren reißt der Scheibenmeniskus und verursacht Schmerzen und Blockaden. Die MRT sichert die Diagnose; arthroskopisch wird er in eine normale Form gebracht.
Beinlängendifferenzen
Unterschiede unter 1 cm bemerkt der Körper nicht, mit zunehmender Differenz kann sich aber der Gang verschlechtern. Ursachen sind angeborene Probleme (idiopathische Hemiatrophie, Hemihypertrophie) oder Unfälle, Infektionen, Tumoren und Stoffwechselerkrankungen, die die Wachstumsfugen schädigen. Angeborene Defekte fallen sofort auf, andere Entwicklungsstörungen meist zwischen 4 und 10 Jahren.
Ursachen für Hinken bei Kindern von 11–15 Jahren
Mit dieser Altersgruppe kann man am besten sprechen, doch wegen Schulproblemen o. Ä. können Beschwerden übertrieben oder verschwiegen werden. Daher ist eine besonders sorgfältige Untersuchung nötig.
Überlastungssyndrom
Häufig bei sportlichen Kindern; es zeigt sich durch Schmerzen an den Sehnenansätzen. Schnelles Wachstum und mehr Sport führen zur Überlastung der Beine und damit zum Hinken. Am häufigsten betroffen ist das Knie: Schienbeinhöcker (Morbus Osgood-Schlatter) und Patellasehne (Springerknie). Behandelt wird mit kurzer Schonung und nicht-steroidalen Entzündungshemmern.
Epiphyseolysis capitis femoris (Hüftkopfabrutsch)
Tritt meist bei Jungen zwischen 12 und 15 Jahren auf: Die Wachstumsfuge des Hüftkopfes rutscht ab, akut oder chronisch. Akut bestehen starke Schmerzen, Gehen ist unmöglich; chronisch sind die Schmerzen milder und nehmen bei Belastung zu. Sie werden in Leiste und Knie gespürt. Bei der Untersuchung dreht sich die Hüfte beim Beugen nach außen, weil der Kopf gegenüber dem Schenkelhals nach hinten unten gerutscht ist; die Innendrehung ist eingeschränkt. Die akute Form ist ein Notfall. Unbehandelt bleibt das Hinken dauerhaft.
Osteochondrosis dissecans
Ein Stück Gelenkknorpel löst sich und fällt ins Gelenk. Sie tritt meist in der Pubertät auf und verursacht Schmerzen, Hinken und gelegentliche Blockaden im Knie. Am häufigsten betroffen ist die Außenseite der inneren Oberschenkelrolle, danach Sprung- und Hüftgelenk. Kleine Defekte werden arthroskopisch angebohrt, große, gelenkflächenrelevante Defekte mit Knorpeltransfer behandelt.
Idiopathische Chondrolyse der Hüfte
Beschrieben als Auflösung des Gelenkknorpels; selten, bei Mädchen zwischen 12 und 14 Jahren. Es bestehen Hüftschmerzen und Bewegungseinschränkung. Behandlung: NSAR und Bewegungsübungen.
Tarsale Koalition
Kommt bei weniger als 1 % vor: eine abnorme knöcherne, knorpelige oder bindegewebige Verbindung zwischen Fußwurzelknochen, die die Beweglichkeit eines oder beider Füße einschränkt und Schmerzen im Mittel- und Rückfuß verursacht. Sie ist meist angeboren, selten Folge von Infektion, Arthritis oder alten Verletzungen.
Obwohl angeboren, treten Beschwerden meist erst mit der Knochenreifung (9–16 Jahre) auf. Zunächst NSAR und Ruhigstellung; ohne Erfolg wird die verbindende Brücke operativ entfernt.
Osteoidosteom
Meist zwischen 5 und 30 Jahren. Ein gutartiger Knochentumor (10 % der gutartigen Knochentumoren), häufiger im Kindesalter und bei Jungen 2–3-mal häufiger. Meist an langen Röhrenknochen (Schienbein, Oberschenkel, Armknochen), aber auch anderswo. Typisch sind nächtliche Schmerzen, die gut auf Aspirin ansprechen. CT und Szintigraphie sind diagnostisch wichtig. Nach operativer Entfernung verschwinden die Schmerzen.
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine Untersuchung und Diagnose.