Hüftarthroskopie
Bei der Hüftarthroskopie wird das Innere des Hüftgelenks mit langen teleskopischen Kameras (Arthroskopen) betrachtet und untersucht. Sie erfolgt in Voll- oder Regionalanästhesie im Operationssaal unter sterilen Bedingungen. Bei der Regionalanästhesie werden beide Beine über eine Spritze im unteren Rücken betäubt, und der Patient bleibt wach. Es werden 2 oder 3 kleine Schnitte um die Hüfte gesetzt, über die Kamera und Instrumente ins Gelenk eingeführt werden.
Die Vorteile: Da über kleine Zugänge operiert wird, ist die Heilungszeit kürzer als bei offenen Verfahren. Da das Gelenk nicht eröffnet wird, ist das Infektionsrisiko geringer. Die Schmerzen nach der Operation sind geringer. Besonders Sportler kehren schneller zu ihrem Sport zurück.
Welche Erkrankungen werden arthroskopisch behandelt?
Obwohl die Hüftarthroskopie ein jüngeres Verfahren ist, wird sie heute häufig eingesetzt. Die häufigsten Probleme – Labrumrisse, Knorpelverletzungen, Knochenvorsprünge und Impingement-Syndrome – werden arthroskopisch behandelt. Auch freie Knorpelstücke lassen sich entfernen und eine Synovitis (Wucherung der Gelenkschleimhaut mit Hängenbleiben und Schmerzen) behandeln.
Welche Komplikationen hat die Arthroskopie?
Als geschlossenes Verfahren hat die Arthroskopie eine niedrige Komplikationsrate: Gelenkinfektion, Thromboembolie (Gerinnsel aus den Beinvenen, die Gefäße anderer Organe verschließen), Knorpelschäden während des Eingriffs und Taubheitsgefühl an Bein und Oberschenkelinnenseite. Chirurg und Anästhesist treffen die nötigen Vorsorgemaßnahmen. Frühe Mobilisation und die Wiederherstellung der körperlichen Aktivität halten mögliche Komplikationen gering.
Hüftarthrose
Hüftimpingement-Syndrom
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